Geschichte

Am 15. März 1930 wurde die Freiwillige Feuerwehr Seth gegründet und damit die Zwangswehr abgelöst.

Durch die Wirrnisse des Krieges ging das Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr verloren. Es blieb auch trotz öffentlichen Aufrufes verschollen. Durch Beschluß des Vorstandes schaffte man 1950 ein neues Protokollbuch an. Der damalige Wehrführer Georg Kohlmorgen hat dann versucht, die wichtigsten Daten im neuen Buch niederzuschreiben.
Der Zimmerermeister Heinrich Pump wurde bei Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Seth einstimmig zum 1.Wehrführer gewählt. Zu den Gründern zählten laut Angaben unter anderem Heinrich Pump, Albert Timm, Heinrich Klüver, Karl Meyer, Georg Kohlmorgen, August Lüthje, Adolf Finnern, Hans Stoffers, Willi Möller, Willi Pump, Ferdinand Kruse, Heinrich Danger, Robert Selk und Willi Studt. Die Ausrüstung bestand aus einer Handdruckspritze, die mit Pferd und Wagen gezogen werden mußte. Untergebracht war sie im alten Spritzenhaus, das zwischen Selk und ehemals Kosen stand.
Nachfolger von Heinrich Pump als Wehrführer wurde im Jahre 1933 der Gastwirt Robert Selk, der 1935 das Kommando an den Friseur und Landwirt Adolf Finnern abgab.
1937 wählten die Kameraden den Kaufmann Willi Studt zum Wehrführer.
Als dann 1939 der Krieg ausbrach, mußten die meisten aktiven Kameraden zum Wehrdienst.

In den Kriegsjahren machte die Wehr ein wechselhaftes Auf und Ab durch, bis im Jahre 1945 der Kaufmann Willi Studt die Wehr erneut übernahm. Wegen Arbeitsüberlastung gab er 1948 sein Amt auf.
Während seiner Dienstzeit rief man die Feuerwehrkapelle ins Leben. Die Leitung der Kapelle übernahm damals unser im Jahre 2001 verstorbener Ehrenwehrführer Werner Finnern.
1948 wurde der Steinsetzer Georg Kohlmorgen zum Wehrführer gewählt und Willi Studt zu seinem Stellvertreter. Gruppenführer war zum damaligen Zeitpunkt Werner Finnern. Auf dieser Versammlung beschloß man, eine Werbung zum Beitritt von fördernden Mitgliedern durchzuführen. Der Beitrag sollte mindestens 1,– DM vierteljährlich betragen.
In der Zwischenzeit erhielt die Wehr eine Fischer-Spritze mit Anhänger, gezogen von einem Adler Fahrzeug, das auch im Besitz der Feuerwehr war. Nach Aussagen erfahrener Feuerwehrkameraden war weiter zu hören, daß die jetzigen Garagen, die sich auf dem Schulhof der “Alten Schule” befinden, umgebaut wurden, von damaligen Toiletten zum Feuerwehrgerätehaus.
Nachdem der Postbus eine neue Unterstellmöglichkeit bekommen hatte, nahm man das Gerätehaus gegenüber dem heutigen Friesenhof in Betrieb.
Zu erwähnen wäre noch, daß der Kassenbestand zum Ende des Jahres 1949 DM 0,38 betrug.

1950 beschloss die Wehr die Annahme einer neuen Satzung. Im März gingen 2 Kameraden zum Unterführerkurs nach Eckernförde. Es waren Helmut Hack und Ewald Stürwohld.
Um eine zahlreichere Beteiligung bei den Übungen zu erreichen, setzte man bereits 1952 Strafgelder fest. Für unpünktliches Erscheinen DM 0,25 und für unentschuldigtes Fehlen DM 0,50.
Der Stand der Mitglieder belief sich am 01.04.1953 auf 31 aktive Kameraden, 2 Ehrenmitglieder und 47 fördernde Mitglieder.
Am 24.April 1953 löste der Schuhmachermeister Werner Finnern Georg Kohlmorgen als Wehrführer ab. Der bisherige Wehrführer Georg Kohlmorgen und der Schriftführer Albert Timm traten aus der Wehr aus. Es gab Unstimmigkeiten, da das Feuerwehrfahrzeug für eine Privatfahrt zu einem Geburtstag genutzt wurde.
1957 erwarb die Gemeinde dann den zwischenzeitlich an das Feuerwehrmuseum Norderstedt übergebenen VW TSF. Der Adler, der der Feuerwehr bisher zur Verfügung stand, wurde öffentlich vor der Gastwirtschaft Selk versteigert, von Hans Pump erworben und dann als Hühnerstall genutzt. Den Erlös legte man für ein ausgiebiges Fest an.
Ein Jahr später, also 1958, hatte der Kreisfeuerwehrverband beschlossen, eine Kreisfahne anzuschaffen. Die Sether Kameraden waren bereit, für diese Anschaffung eine Umlage von DM 0,50 pro Feuerwehrmann zu zahlen.

Am 28.10.1960 wird unser Kamerad Ewald Stürwohld zum stellvertretenden Wehrführer gewählt.
Schon die damalige Unpünktlichkeit der Feuerwehrkameraden ist 1961 im Protokollbuch niedergeschrieben. Wehrführer Werner Finnern ermahnte und verlangte für alle Zukunft ein besseres Zusammenwirken aller Kameraden.
Im Januar 1963 wurden wir zu einem Feuer auf die Raak gerufen. Da es noch keine Alarmierung von der Leitstelle gab, ist der Hausbesitzer, Hermann Rickert, zum Wehrführer gefahren und hat ihn geweckt. Werner hat dann alles weitere veranlasst. Letztendlich konnte das Feuer nur mit Hilfe von Güllewagen gelöscht werden, da es am Einsatzort keine Löschwasserversorgung gab.

Im November 1970 stellte die Wehr einen Antrag an die Gemeinde Seth über die Anschaffung eines TLF 16. Auch schon zum damaligen Zeitpunkt ging dieses nicht reibungslos über die Bühne. Man entschied sich dann für ein LF 8 der Fa. Ziegler. Die Übergabe dieses Fahrzeuges an die Wehr erfolgte am 16.12.1972.
Zu erwähnen wäre noch, daß am 07.05.1971 im Sether Moor ein Großbrand bekämpft werden mußte. Zu diesem Einsatz waren 10 Wehren aus dem Amt und Kreis im Einsatz.
Im Mai 1974 brannte der alte Friesenhof in Seth nieder. Die erste Leistungsbewertung für unsere Wehr erfolgte 1974. Die Kameraden erreichten eine sehr hohe Punktzahl. Ihnen wurde die Plakette in Bronze erteilt.
1975 richtete die FF Seth den Amtsfeuerwehrtag aus. Gleich ein Jahr darauf folgte die nächste Leistungsbewertung, nach der die Sether Wehr zum 2.Male Bronze verliehen bekamen.
Nach 24 jähriger Dienstzeit als Wehrführer erfolgte am 28.Januar 1977 aus Altersgründen die Verabschiedung des Kameraden Werner Finnern. Mit einstimmigen Beschluß der Jahreshauptversammlung wurde er zum Ehrenwehrführer ernannt. Mit gleichem Tage wählten die Kameraden seinen damaligen Stellvertreter, den Kameraden Ewald Stürwohld, zum Wehrführer und Uwe Hamann zu seinem Stellvertreter.
Auch eine Vatertagstour der gesamten Wehr ist im Protokoll beschrieben. Sie hat am 19.05.1977 stattgefunden und war einmalig. Im September des Jahres errangen die Kameraden bei der Leistensbewertung die silberne Plakette. Anschließend wurde im damaligen Stammlokal “Gasthof Selk” zum Tanz eingeladen.
Im Februar des Jahres 1979 kam es dann auch im südlichen Schleswig-Holstein zu Schneeverwehungen. Seth war von der Umwelt abgeschnitten. Unsere Wehr mußte zum Einsatz ausrücken und Fahrzeuge (insbesondere Friesenbrot) von der Flur zum Ortseingang über Funk durchlotsen, da die Strecke nur einspurig von Radladern freigehalten werden konnte.

Seit April 1980 erfolgte die Sirenenalarmierung, die bisher von Hand vorgenommen wurde, direkt über Funk von der Leitstelle Segeberg.
Unser 50jähriges Bestehen feierte die FF Seth in Verbindung mit einem Amtsfeuerwehrtag am 07.06.1980.
Nachdem am 16.11.1982 der bekannte Skat, 66 und Knobelabend gut verlaufen war, mußte die Sether Wehr am Tag darauf ein Großfeuer auf dem Hof von Siegfried Daniel, Klint bekämpfen. Im Viehstall war ein Feuer ausgebrochen. Der Einsatz dauerte 24 Stunden.
Bereits im Jahre 1981 fanden die ersten Gespräche des Vorstandes mit den Gemeindevertretern über den Bau eines neuen Feuerwehrhauses mit Schulungsraum statt. Noch 1 Jahr später hatte man keinen Entscheid über den Standort treffen können, weil wieder Meinungsverschiedenheiten ausgeräumt werden mußten. Auch diese Unstimmigkeit war Anlaß zum Rücktritt des Wehrführers Ewald Stürwohld.
Am 14.09.1984 fand daraufhin die Neuwahl des Wehrführers für unsere Gemeinde statt. Bei zwei Wahlvorschlägen entschieden sich die Feuerwehrkameraden bei deutlicher Mehrheit für Uwe Hamann. Im folgenden Dezember wählte die Wehr Hans Otto Finnern zum Stellvertreter.
Im Oktober 1986 konnte bei einer Feierlichkeit das neue Feuerwehrgerätehaus von der Gemeinde übergeben werden.
Am 15.08.1988 traten 6 Jugendliche aus Seth der Jugendfeuerwehr Oering bei. In mehreren Gesprächen mit den Bürgermeistern und den Wehrvorständen hatte man diese Zusammenarbeit beschlossen.
Einen Großbrand hatte die Sether Wehr am 3.Mai 1989 zu bekämpfen. Das Werkstattgebäude der Tischlerei Timm brannte. Sicher war dieses ein Großobjekt und hätte zu einer Umweltkatastrophe werden können. Aus diesem Grunde wurden auch Nachbarwehren und Kaltenkirchen mit der DLK 23/12 alarmiert.

Am 10.Juli 1989 beschloß der Gemeinderat das am 15.09.1990 übergebene TLF 8/18 zu kaufen. Die Fahrzeugübergabe erfolgte gleichzeitig anläßlich des 60jährigen Bestehens der Wehr.
Am 28. und 29.09.1991 fuhren mehrere Kameraden und Partner zum ersten Erfahrungsaustausch in unsere Partnergemeinde Tutow/Mecklenburg-Vorpommern.
Im Juni des Jahres 1992 war die Sether Wehr erneut Ausrichter des Amtfeuerwehrtages. Außerdem besuchten die aktiven Kameraden mit deren Partnern das Feuerwehrmuseum in Norderstedt.
Höhepunkt des Jahres 1993 war wohl die 3-tägige Harzfahrt der aktiven Kameraden nach Braunlage.
Als erste Frau in der Sether Feuerwehr wird am 21.01.1994 Adelheid Kircher aufgenommen.
Am Pfingstwochenende feierte die Jugendfeuerwehr Oering ihr 15-jähriges Bestehen, welches auch von der Sether Wehr unterstützt wurde.
Aus persönlichen Gründen legt Wehrführer Uwe Hamann am 24.Juni 1994 das Amt des Gemeindewehrführers nieder. Stefan Petrick wird neuer Wehrführer, damals der Jüngste im Kreis Segeberg.
Im Laufe des Jahres 1995 beantragte der Vorstand die Ersatzbeschaffung für das LF 8, welchem die Gemeinde im Frühjahr 1996 zustimmte. Das Fahrzeug wurde im Frühjahr 1997 an die Wehr übergeben.
Gleichzeitig begann eine neue Zeitrechnung für alle Kameraden. Nach fast eineinhalb jähriger Umbauzeit konnte das ehemalige Sportlerheim an die Feuerwehr übergeben werden. Die Übergabe des neuen Heimes und des neuen Fahrzeuges erfolgte im Rahmen eines “Tag der offenen Tür”, der sicherlich wie auch die Umbauzeit noch vielen Kameraden lange in Erinnerung bleiben wird. Bis auf wenige Maurerarbeiten wurden alle Arbeiten durch Feuerwehrkameraden ausgeführt. Das “Wir-Gefühl” wurde hierdurch erheblich verbessert.
Neben dem Umbau des Sportlerheims hatte die Sether Wehr am 21. und 23.04.1996 zwei Großbrände zu bekämpfen. In der Nacht zum 21.04.1996 brannte das Zweifamilienhaus des Kameraden Berthold Taubensee im Moorweg ab und nur zwei Tage später brannte aufgrund extremer Trockenheit eine größere Fläche des Holmer Moores.
Im Jahre 1997 fand außerdem nach 1993 die zweite mehrtätige Ausfahrt statt, die uns diesmal nach Boltenhagen, Wismar und Schwerin führte. Organisiert wurde die Fahrt von Holger Seeckt.
Der Sommer des Jahres 1998 war durch mehrere Brände im Steindamm geprägt. Ein Großfeuer vernichtete den landwirtschaftlichen Betrieb unseres Kameraden Rüdiger Pump. Mehrere kleinere Feuer hatten wir außerdem auf dem Hof unseres stellvertretenden Wehrführers Hans-Otto Finnern zu bekämpfen. Größerer Sachschaden konnte hier glücklicherweise vermieden werden.
Weniger glimpflich verlief der Brand in einem Einfamilienhaus in der Kirchstraße im Juli des gleichen Jahres. Der Vater einer mehrköpfigen Familie kam bei dem Feuer ums Leben.
Es gab allerdings auch freudige Ereignisse im Feuerwehrdienst. Die traditionelle Maskerade in der Turnhalle wurde zwischenzeitlich zum “Lumpenball” umbenannt. Die Veranstaltung – natürlich auch das am Nachmittag stattfindende Kinderkostümfest – erfreut sich jedes Jahr größerer Beliebtheit bei den Sether Bürgern. Ältere und junge Leute aus Seth und Umgebung feiern bei guter Musik und moderaten Preisen meist bis in die frühen Morgenstunden.
Im Jahre 1999 fand eine gemeinsame Fahrradtour der aktiven Mitglieder mit Partnern statt. Außerdem wurde der vor wenigen Jahren durchgeführte Erste-Hilfe-Lehrgang aufgefrischt.
Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Oering wurde ein Kreisbrandmanöver an der Grundschule Seth durchgeführt. Hierbei unterstützen wir die Kameraden aus Oering.
Beim Nachtmarsch der Stuvenborner Feuerwehr erreichten wir einen dritten Platz.

Das Jahr 2000 begann für uns bereits am 05.01. mit einem Großfeuer beim Landwirt Möller auf der Ruhlo. Das Feuer vernichtete in den frühen Morgenstunden den Wohn- und Wirtschaftsteil des Hofes. Unzählige Wehren aus dem Amt Itzstedt sowie die Kameraden aus Stuvenborn eilten zu Hilfe und waren größtenteils bis in die Abendstunden an der Einsatzstelle.
Im gleichen Monat wurde Wehrführer Stefan Petrick für weitere sechs Jahre gewählt.
Im Juli nahmen wir an der 90-Jahr-Feier der Oeringer Wehr teil und unterstützen die dortigen Kameraden beim Brandmanöver. Es wurde der Unfall eines Baggers mit einem Schulbus dargestellt.
Der Höhepunkt des Jahres war die Fahrt nach Rügen vom 15.-17.September. Hierbei haben die beiden jungen Kameraden Mirko Seeckt und Thorsten Hamann (auch als “Eier” bekannt) die Verantwortung übernommen. Nach der Fahrt waren sich alle einig, dass sich an den Organisatoren nichts ändern müsse und alle bei der nächsten Ausfahrt wieder dabei sind. Auch dieses war für alle Teilnehmer wieder ein unvergessliches Erlebnis.
Die Erfolge des Jahres 2001 sind sicherlich die wichtigsten Vorkommnisse des Jahres gewesen. Beim Volleyballturnier erreichten wir den siebten Platz, nachdem mit den Kameraden aus Bockhorn, Todesfelde und Oering eifrig trainiert wurde. Auch das “Spiel ohne Grenzen” beim Borstler Waldfest konnten wir erfolgreich als Sieger beenden. Es folgten ein vierter Platz beim Nachtmarsch in Stuvenborn und ein zweiter Platz bei der Fahrübung des KFwV Segeberg.
Im April hatten wir außerdem den Brand der Scheune von Hildebrandt (ehem. Sattlerei/Schule) in der Hauptstraße zu bekämpfen.
Der Amtsfeuerwehrtag in Kayhude wurde ein Opfer der Ereignisse des “11.Septembers” und fand im kleinen Rahmen statt.
Verschont geblieben ist unsere Wehr von Einsätzen der Maul- und Klauenseuche sowie Milzbrand. Hier waren lediglich die Kameraden im ABC-Zug eingebunden.
Für das Jahr 2001 ist noch zu berichten, dass wir nun über eine eigene Homepage verfügen. Dafür nochmals vielen Dank an Thomas Rickert, der seine ganze Freizeit für den Aufbau geopfert hatte.
Seit dem 06.06.2002 gibt es auch wieder eine Feuerwehrfrau, Angela Seeckt, in unseren Reihen. Durch ihren Charme und ihre gute Laune hatte sie schnell die ganze Wehr hinter sich. Auch stand in diesem Jahr die Beschaffung eines MTF an. Dieses Fahrzeug wurde seit langem herbei gewünscht und unser Bürgermeister Lothar Dehnart wurde bei der Freiwilligen Feuerwehr Norderstedt fündig. Er sprach bei einer Versammlung den Wehrführer der Feuerwehr an, ob sie nicht ein Fahrzeug auszumustern haben, und sie hatten eines.

„ Danke Lothar“.

Leider mussten wir uns noch in Geduld üben, aber im Jahr 2003 kam es dann. Sicherlich musste noch einiges am MTF getan werden, wie Löcher zuschweißen, Lackieren usw. Wegdenken kann man es sich allerdings nicht mehr.
Unser stellvertretender Wehrführer Hans Otto Finnern gab sein Amt nach 18 Jahren aus Altersgründen ab. Klaus Tramm wurde einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt.
Ferner stand unsere Ausfahrt dieses Jahr wieder an, unsere beiden „ Eier“ haben sich wieder richtig Mühe gegeben, um uns wie zuvor ein erlebnisreiches Wochenende zu bieten. Vom 13.06.- 15.06.2003 hieß es dann ab nach Berlin.
Von einem besonders großen Einsatz ist noch zu berichten. Am 21.04.2003 um 3:01 Uhr, gab es eine Osterüberraschung. Es ging nach Nahe zur Bäckerei Rathje. Diese stand bereits in Vollbrand und war auch durch massive Löscheinwirkungen von zwei Drehleitern nicht mehr zu halten. Das reetgedeckte Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder.
Das Jahr 2004 fing eher ruhig an, dann aber kam, was kommen musste. Am 25.04.2004 um 15:45 Uhr hieß es Brand im Holmer/Sether Moor. Wie jeder Kamerad sicherlich nachvollziehen kann, ist das immer eine heikle Sache. Erstens, die Koordinierungsprobleme durch die Leitstelle; Zweitens, die Armaturen und Schläuche ins Moor bringen und zu guter letzt, das unberechenbare Moor selbst.
In diesem Jahr haben wir auch wieder einen Erste-Hilfe-Lehrgang absolviert, der uns auch viel Freude bereitet hatte (da gab es plötzlich einen Dr. Pooch, der sich auf die Nierenfunktionen bei Kälte spezialisiert hat).
Das Jahr 2005 ging gleich stürmisch daher. Ein Unwetter bereitete uns doch einige Sorgen. In nur zwei Tagen (12.02.- 13.02.2005) wurden wir zu fünf Einsätzen gerufen. Im März feierten wir unser 75-jähriges Bestehen mit einem Festkommers im Feuerwehrhaus. Auch der Amtsfeuerwehrtag wurde im Juni von uns ausgerichtet und durchgeführt. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres 2005 war der Besuch der größten Feuerwehrausstellung der Welt, der Interschutz in Hannover.
Am 31.10. wurden wir dann zu Familie Möller in die Ruhlo gerufen. Bei vielen Kameraden kamen Erinnerungen an den dortigen Großbrand im Jahre 2000 auf. Diesmal kam es dort zu einem Schwelbrand im Badezimmer. Größerer Schaden konnte vermieden werden.
Nachdem die Feuerwehrunfallkasse bei einem Besuch in 2005 die Stellplatzsituation im Gerätehaus bemängelte (3 Fahrzeuge, 2 Ausfahrten), wurde im Jahr 2006 ein dritter Stellplatz für das MTW seitlich erweitert. Auch diese Arbeiten wurden größtenteils in Eigenleistung von den Kameraden absolviert.
Einsatztechnisch verlief das Jahr 2006 sehr ruhig. Erwähnenswert ist nur eine Nachbarschaftshilfe in Oering. Dort brannte ein mit Rundballen beladener Strohwagen in voller Ausdehnung.
Die Jugendfeuerwehr veranstaltete in diesem Jahr erstmals einen sogenannten Berufsfeuerwehrtag. Hier wurde von den Ausbildern ein 24-stündiger Tag mit Diensten und Einsätzen wie bei der Berufsfeuerwehr ausgearbeitet.
Das Jahr 2007 startete mit einem Wechsel an der Spitze. Stefan Petrick stellte das Amt des Wehrführers nach 13 Jahren zur Verfügung. Daraufhin wurde Thomas Rickert als sein Nachfolger gewählt und leitet nun die Geschicke der Wehr. Auch das Jahr 2007 verlief sehr ruhig. Mitte Januar gab es einen PKW Brand im Ort, Anfang April einen verqualmten Keller eines Mehrfamilienhauses nach einem Heizungdefekt.
Nach drei Jahren ohne Ausflug ging es im September für ein Wochenende nach Ostfriesland. Die von Stefan Petrick und Klaus Tramm ausgearbeitete Fahrt hat wieder allen beteiligten sehr viel Spaß gemacht. Auch ein Erste-Hilfe-Kurs wurde im November wieder ganztägig im Feuerwehrhaus durchgeführt. Die Jahresdienstversammlung Anfang Dezember konnte gerade noch wahrgenommen werden, obwohl die Wehr kurz vorher nach starken Regenfällen zur Unterstützung nach Sievershütten gerufen wurden.
Anfang des Jahres 2008 machte sich eine Gruppe aus Ausbildern und der Wehrführung daran, Pläne für eine eigene Jugendfeuerwehr in Seth zu erstellen. Am 15.03.2008 wurden diese Planungen dann konkret. Genau 78 Jahre nach Gründung der Feuerwehr Seth wurde die Jugendfeuerwehr Seth gegründet. Dies erwies sich bereits kurze Zeit später als sinnvoll, zahlreiche Sether Kinder traten neu in die JF ein. Erster Jugendfeuerwehrwart wurde Sebastian Pooch. Mitte April wurde die Wehr zu einem Wohnungsbrand nach Oering alarmiert. Eine Person wurde aus der Wohnung gerettet und mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Bereits am nächsten Morgen ging es erneut an diese Einsatzstelle. Glutnester im Dachstuhl flammten wieder auf. Ende April fuhr die gesamte Wehr erstmals zur Brandgewöhnungsanlage nach Wankendorf. Im Juni machte die Wehr einen von Detlef Hödtke ausgearbeiteten Tagesausflug ´gen Osten. Mitte August erwies sich ein gemeldeter Moorbrand glücklicherweise nur als Fehlalarm. Das einsatztechnisch ebenfalls recht ruhige Jahr 2008 endete mit einer falschen Alarmierung durch die Leitstelle. So wurde für die Wehr Groß Niendorf nach einem VU eine Ölspur auf der B432 abgestreut.
Mit Beginn des Jahres 2009 wurde Detlef Hödtke zum neuen stv. Wehrführer gewählt, nachdem Klaus Tramm dieses Amt nach 6 Jahren zur Verfügung stellte. Erstmals veranstaltete die Wehr im Mai ein Grillfest, zu dem alle fördernden Mitglieder eingeladen waren. An dem Abend konnten zwei neue Aktive Mitglieder dazu gewonnen werden. Eine Ausfahrt führte die Wehr einen Tag lang an die Treene nach Friedrichstadt. Die Jugendfeuerwehr führte zum zweiten Mal einen 24-Stunden-Dienst wie bei der Berufsfeuerwehr durch.

Der Mitgliederstand von im August 2010 noch 35 Kameraden verringerte sich im Jahre 2011 und 2012 aufgrund von berufsbedingtem Umzug oder Veränderung der persönlichen Lage auf  27 Kameraden.

Das Jahr 2012 ging für die Feuerwehr Seth mit großem Presseauftritt zu Ende. Nach Unstimmigkeiten zwischen Mannschaft und Vorstand trat der gesamte Vorstand zur Jahreshauptversammlung im Januar 2013 zurück. Somit mussten die Kameraden  einen komplett neuen Vorstand mit entsprechenden Stellvertretern und Kassenprüfern wählen. Die Wahlen der 19 Kameraden in diesen Funktionen  dauerten gute 25 Minuten. Ab dem 04. Februar 2013 stehen Jan Kemmerich (Wehrführer), Dennis Oldenburg (stellvertretender Wehrführer), Klaus Tramm (Gruppenführer I), Dirk Füssel (Gruppenführer II), Michael Brückner (Jugendwart), Alexander Pooch (Schriftwart), Gerd Nielsen (Kassenwart) und Karsten Rohweder (Gerätewart) als Vorstand für die Wehr zur Verfügung. Dem ehemaligen Vorstand gilt besonderer Dank für die geleistete, jahrelange Arbeit zum Wohle der Allgemeinheit.

Im Jahr 2013 wurde das fünfjährige Bestehen der Jugendfeuerwehr mit einer Ausfahrt gefeiert. Auch galt es in diesem Jahr mit 32 Stück eine hohe Anzahl von Einsätzen abzuarbeiten. Hierzu trug auch Sturmtief “Christian” im Oktober bei. Das Jahr 2014 war geprägt von vielen größeren Brandeinsätzen im Ort. Ende Mai wurde eine Strohscheune in den Ausbauten vollständig zerstört, im November ein Geräteschuppen mit 11 Fahrzeugen im Klingenberg sowie im Dezember ein Garagenkomplex und der Anbau eines Einfamilienhauses an der Hauptstraße. Weiterhin absolvierte die Wehr im Jahr 2014 erfolgreich die Leistungsbewertung Roter Hahn Stufe II. Auch im Jahr 2015 ging es mit größeren Einsätzen weiter. In Stuvenborn brannte im März ein Strohlager, im Mai entstand hoher Sachschaden beim Brand einer Biogasanlage in Seth. Während des Grillfestes konnte ein Mehrzweckfahrzeug vom Typ Mercedes Benz Sprinter 515 als Nachfolger für das in die Jahre gekommene Mannschaftstransportfahrzeug an die Wehr übergeben werden.

Copyright 2015 by Jan Kemmerich – Dennis Oldenburg

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